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Eurozone-Jahresteuerung verharrt überraschend bei 2,7 Prozent

LUXEMBURG (Dow Jones)–Die Jahresteuerung im Euroraum ist im März entgegen der ersten Veröffentlichung nicht zurückgegangen und hat sich in der Kernrate sogar erhöht. Die jährliche Inflationsrate verharrte auf dem Vormonatsniveau von 2,7 Prozent, wie die Statistikbehörde Eurostat im Rahmen der zweiten Veröffentlichung mitteilte und damit überraschend die Vorabschätzung nach oben korrigierte. In der ersten Veröffentlichung war eine Jahresrate von 2,6 Prozent ausgewiesen worden. Volkswirte hatten im Mittel eine Bestätigung dieser Daten erwartet. Im Vergleich zum Vormonat zogen die Verbraucherpreise in der Eurozone im März um 1,3 Prozent an. Ökonomen hatten ein monatliches Plus von 1,2 Prozent prognostiziert.

Ohne Energie und unverarbeitete Nahrungsmittel blieb die Jahresteuerung mit 1,9 Prozent ebenfalls auf dem Vormonatsniveau. Gegenüber dem Vormonat ergab sich hier eine Veränderung von plus 1,3 Prozent. In der Kernrate (ohne Energie sowie ohne Nahrungsmittel, Alkohol und Tabak) stieg die Jahresinflation auf 1,6 Prozent von 1,5 Prozent im Februar. Auf Monatssicht zogen die Preise in dieser Abgrenzung um 1,5 Prozent an.

Damit lag die Inflation in der Eurozone weiterhin deutlich über dem Bereich der Preisstabilitätsnorm der Europäischen Zentralbank (EZB) von “unter, aber nahe 2 Prozent” Inflation. Die EZB sieht dem jüngsten Monatsbericht zufolge weiterhin kurzfristig Aufwärtsrisiken für die Inflation und erwartet, dass die Rate 2012 über der Marke von 2 Prozent bleiben dürfte. Doch geht der EZB-Rat davon aus, dass sich die Preise über die geldpolitisch relevante Frist weiterhin im Einklang mit Preisstabilität entwickeln werden.

Größte Preistreiber in der Eurozone waren im März auf Jahressicht Kraftstoffe für Verkehrsmittel mit einem Plus von 9,6 Prozent, Gas mit plus 10,6 Prozent und flüssige Brennstoffe mit plus 11,1 Prozent. Auch Alkohol und Tabak waren mit einem Aufschlag von 4,4 Prozent deutlich teurer als vor Jahresfrist. Gegenüber dem Vormonat wiesen Bekleidung und Schuhe mit 16,0 Prozent den stärksten Anstieg auf.

DJG/sgs/apo
(END) Dow Jones Newswires